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Aktuelle Infos und Kurzporträts

Federico Mompou 125. Geburtstag

* 1893

16

April

Vor 125 Jahren, am 16. April 1893, wurde der spanische Komponist und Pianist Federico Mompou in Barcelona geboren. Er schrieb schrieb fast ausschließlich Klaviermusik, meist nur kurze Stücke getreu dem Motto „keine Note zu viel und keine Note zu wenig“. Dennoch erstreckte sich die Fertigstellung mancher Kompositionen und Zyklen vielfach über Jahrzehnte. Von einem französischen Kritiker wurde Mompou einst als „der einzige Schüler und Nachfolger Debussys“ bezeichnet. Geboren wurde Mompou am 16. April 1893 in Barcelona. Ersten Klavierunterricht erhielt er von einer Tante, dann studierte am Conservatorio del Liceo in Barcelona und ging 1911 mit einem Empfehlungsschreiben von Enrique Granados ans Pariser Konservatorium, das damals von Gabriel Fauré geleitet wurde. Dieser bekam das Schreiben allerdings nie zu Gesicht. Bereits mit neun Jahren hatte ein Konzert Faurés in Barcelona Mompou dermaßen beeindruckt, dass er selber gerne Komponist werden wollte. Mit 15 Jahren gab Mompou sein erstes Klavierkonzert, eine Pianistenkarriere kam für ihn aufgrund seiner extremen Schüchternheit aber niemals in Frage. Klavier spielte er nur im engsten Freundeskreis. Um den Kriegswirren des Ersten und Zweiten Weltkriegs und des spanischen Bürgerkriegs zu entkommen, wechselte Mompou seinen Wohnsitz mehrmals zwischen Barcelona und Paris. Auch wenn seine Werke in Paris vielfach gespielt wurden, war seine fanzielle Situation häufig prekär, so dass er sich andere, außermusikalische Einkünfte suchen musste. Wegen einer Nervenschwäche veröffentlichte er zwischen 1931 und 1941 überhaupt keine Werke. 1957 heiratete er seine langjährige Freundin, die Pianistin Carmen Bravo und es begann für Mompou eine neue Schaffensphase. Zu Lebzeiten erhielt Mompou mehrere Auszeichnungen (u.a. Chevalier des arts et lettres, Premio Nacional de Música, Dr. h.c. der Universität Barcelona), er lebte jedoch sehr zurückgezogen bis zu seinem Tod am 30. Juni 1987 im Alter von 94 Jahren. 1974 hat Mompou seine Klavierwerke für das spanische Label Ensayo eingespielt, die auf fünf CD von Ensayo und Brilliant Classics veröffentlicht wurden.

Federico Mompou – CD-Einspielungen

Johann Friedrich Fasch 330. Geburtstag

* 1688

15

April

Vor 330 Jahren – am 15. April 1688 – ist der deutsche Barockkomponist Johann Friedrich Fasch in Buttelstedt bei Weimar geboren. Bereits mit zwölf Jahren verlor er seinen Vater und kam zur weiteren Erziehung zum Bruder seiner Schwester nach Teuchern. Er war Sängerknabe in Weißenfels und bei den Thomanern in Leipzig unter Thomaskantor Johann Kuhnau. Seine ersten Opern schrieb er bereits 1711 und 1712 für das Naumburger Opernhaus, wo er auch als Geiger im Orchester spielte. 1714 ging er zum Kompositionsstudium nach Darmstadt zu Christoph Graupner. Von 1715 bis 1719 war er Kammerschreiber in Gera, von 1719 bis 1721 Stadtschreiber und Organist in Greiz, danach ging er für kurze Zeit als Kapellmeister der Grafen Morzin nach Prag. 1722 wurde er schließlich Hofkapellmeister in Zerbst, wo er bis zum Ende seines Lebens blieb. Er starb dort im Alter von 70 Jahren am 5. Dezember 1758. Zahlreiche seiner Werke, die gekennzeichnet sind durch Bevorzugung von Bläserbesetzungen und motivisch-thematische Arbeit, sind von ihm bis heute erhalten: u.a. 82 Ouvertürensuiten, 67 Konzerte, 32 Sonaten sowie 19 Sinfonien.

Johann Friedrich Fasch – CD-Einspielungen

Josef Lanner 175. Todestag

† 1843

14

April

Joseph Lanner gilt neben Johann Strauß (Vater) als „Vater des Wiener Walzers“. Mit seinen Werken – Ländler, Galoppe, Potpourris, Tänze, Märsche und Walzer – gab er der Zeit der Wiener k. u. k. Monarchie im 19. Jahrhundert eine entscheidende musikalische Prägung, die in Johann Strauß (Sohn) ihren Höhepunkt fand. Dabei hatte Lanner gar keine reguläre musikalische Ausbildung genossen, sondern seine musikalischen Fähigkeiten weitgehend autodidaktisch entwickelt. Er wurde am 12. April in Oberdöbling bei Wien geboren. Seine musikalische Laufbahn begann erst nach einer Ausbildung zum Graveur. Er hatte Geige gelernt und spielte mit 12 Jahren im Orchester seines Lehrer. Hier lernte er Johann Strauß sen. kennen. Beide blieben lebenslang Freunde, aber auch Konkurrenten. 1818 bildete Lanner ein Streichtrio, das 1823 mit Johann Strauß zum Streichquartett erweitert wurde. 1824 wurde das Ensemble noch einmal entscheidend zum Streichorchester und schließlich zum Sinfonieorchester vergrößert. Lanner spielte mit diesen Ensembles in Kaffeehäusern und veranstaltete die ersten Promenadenkonzerte. 1829 wurde Lanner Musikdirektor der k. u. k. Redoutensäle, 1833 wurde er Musikdirektor der Wiener Regimentskapelle. Er war einer der herausragenden Tanzkapellmeister Wiens seiner Zeit. Während das musikalische Programm anfänglich überwiegend von Opernparaphrasen geprägt war, drückte Lannder ihnen im Laufe der Zeit durch eigene Werke immer stärker seinen persönlichen Stempel auf. So schuf er über 200 im Druck erschienene Werke. Zu seinen bekanntesten Walzern gehören der Pesther Walzer, der Trennungswalzer, Die Werber, Die Hofballtänze und Die Schönbrunner. Joseph Lanner starb vor 175 Jahren am 14. April 1843 im Alter von nur 43 Jahren an Typhus.

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Lena Neudauer

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Mit Person und Persönlichkeit der 1984 in München geborenen Geigerin Lena Neudauer ist der seltene Fall gegeben, dass eine junge Musikerin sowohl beim Vater als auch bei dessen Sohn studiert hat. Mit elf Jahren kam sie am Salzburger Mozarteum in die Klasse von Helmut Zehetmair, später studierte sie [...]

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