Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Johann Nepomuk Hummel 240. Geburtstag

* 1778

14

November

Der Komponist Johann Nepomuk Hummel gilt als der letzte Vertreter der Wiener Klassik. Er wurde am 14.11.1778 in Preßburg geboren, 1786 zog die Familie nach Wien. Von Mozart erhielt der junge Johann Nepomuk kostenlos Unterricht. Bereits mit zwölf Jahren war er einer der besten Klavierspieler Wiens. Von 1788 bis 1793 war er als Virtuose in Begleitung seines Vaters auf Konzertreisen bis nach England. Nach seiner Rückkehr nach Wien erhielt er Unterricht bei Albrechtsberger und Salieri. Auf Empfehlung Haydns wurde er 1804 dessen Nachfolger beim Fürsten Esterházy. Die Anstellung wurde 1811 wegen Unstimmigkeiten gekündigt. Hummel kehrte nach Wien zurück, wo er sich eng mit Beethoven befreundete, den er später auch vielfach finanziell unterstützte. 1813/1814 wirkte er bei einigen Aufführungen von Werken Beethovens mit. Im Jahr 1816 trat er die Stelle als Hofkapellmeister in Stuttgart an, ging aber bereits 1819 als Hofkapellmeister nach Weimar. Dort erwarb er sich hohes Ansehen und wurde – ähnlich wie Goethe – zu einer Art Institution: Wer Weimar besuchte, musste Goethe gesehen und Hummel gehört haben. Zum Antritt seiner Stelle hatte er sich große Freiheiten ausbedungen. Er war zu lediglich neun Monaten Anwesenheit verpflichtet, den Rest der Zeit hielt er sich für Konzertreisen frei und bereiste so von 1819 bis 1834 ganz Europa. Er gab auch Klavierunterricht und war in den 1820er Jahren der gefragteste und teuerste Klavierpädagoge Europas. Unter anderen unterrichtete er auch Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, die spätere Königin von Preußen und deutsche Kaiserin. Seine Klavierschule (Ausführliche Anweisung zum Pianofortespiel, 1828) war lange Zeit die Standard-Klavierschule und wurde erst durch Czernys Etüdenwerk allmählich verdrängt. Hummel setzte sich auch maßgeblich für einheitliche Urheberrechtsgesetze innerhalb der Staaten des Deutschen Bundes ein. Gegen Ende seines Lebens verblasste sein Ruhm merklich, dennoch starb Johann Nepomuk Hummel am 17.10.1837 in Weimar als einer der ersten reichen Komponisten der Musikgeschichte. Die meisten seiner über hundert Werke – hauptsächtlich Werke für Klavier – sind in Vergessenheit geraten. Am bekanntesten sind seine Klaviersonate fis-Moll op. 81 und sein Klavierkonzert h-Moll op. 89.

Johann Nepomuk Hummel – CD-Einspielungen

Ennio Morricone 90. Geburtstag

* 1928

10

November

Er komponierte die Musik zu mehr als 500 Filmen, seine Auszeichnungen sind so zahlreich, dass sie hier gar nicht aufgezählt werden können und vor elf Jahren erhielt er den Oscar für sein Lebenswerk. Heute ist ein ganz besonderer Tag für ihn: Ennio Morricone feiert seinen 90. Geburtstag. Untrennbar verbunden mit ihm ist ein anderer großer Name: Sergio Leone. Beide gingen zusammen in die Schule und begannen 1964 eine Zusammenarbeit, die ein eigenes Filmgenre schuf, das die Filmlandschaft entscheidend mitprägte, den „Italo-Western“. Für eine Handvoll Dollar, Zwei glorreiche Halunken und vor allem Spiel mir das Lied vom Tod sind nicht nur Kultfilme geworden, sondern von Morricones Soundtracks wurden weltweit auch mehr als 50 Millionen Alben verkauft. Er setzte ungewöhnliche Soundelemente ein wie Maultrommeln, Pfiffe, Schreie, Kojotengeheul, Eulenrufe, Peitschenknallen usw., die innovativ und stilbildend waren. Einige seiner Kompositionen gelangten sogar in die Hitparaden. Geboren wurde Morricone am 10. November 1928 in Trastevere, Rom. Er begann eine klassische Musikausbildung am Konservatorium Santa Cecilia in den Fächern Trompete und Chormusik. 1946 schloss er im Fach Trompete mit dem Konzertdiplom ab, im Jahr darauf erhielt er sein erstes Engagement als Theaterkomponist. Am Konservatorium setzte er seine Ausbildung im Fach Komposition fort und schloss diese 1954 ebenfalls mit einem Diplom ab. Schon Mitte der 50er Jahre etablierte er sich mit Kammermusik- und Orchesterwerken in der musikalischen Avantgarde Italiens. 1958 arbeitete er bei der staatlichen Rundfunkanstalt Radiotelevisione Italiana als Arrangeur, auch im Pop-Bereich schrieb er Arrangements und betätigte sich als Bandleader und Orchesterdirigent. 1961 entstand seine erste Filmmusik zu Il Federale unter der Regie von Luciano Salces bevor die Zusammenarbeit mit Sergio Leone ab 1964 ihn und seine Musik weltberühmt machte. Neben Film- und Bühnenmusik hat Morricone aber auch weiterhin Kammermusiken für Solisten (Gitarre, Klavier, Violine, Cello) und diverse Formationen sowie Kantaten und Messen geschrieben. In seiner Karriere arbeitete er mit namhaften internationalen Regisseuren und Orchestern zusammen. Am 2. Februar 2007 gab er zusammen mit der Roma Sinfonietta ein Konzert zum Amtsantritt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon. Zu dieser Erfolgsstory und zum 90. Geburtstag herzlichen Glückwunsch Ennio Morricone!

→ Alle Porträts


Empfehlung vom November 2014

CD der Woche am 10.11.2014

Johann Sebastian Bach: Das Wohltemperierte Klavier Buch I BWV 846-869

DG 2 CD 00289 479 2784

Bestellen bei jpc

Der ausgewiesene Werk-, Stück- und Satzanalytiker Pierre-Laurent Aimard – so wie wir ihn mit der Musik von Stockhausen, Messiaen oder auch Ligeti erlebt haben und zu kennen glauben –, dieser famose französische Erklärungs- und Durchleuchtungskünstler gibt sich hier mit dem ersten Band des [...]

Klassik Heute
Empfehlung

⇑ nach oben

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc