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Aktuelle Infos und Kurzporträts

Pablo Sarasate 110. Todestag

† 1908

20

September

Pablo de Sarasate war einer der berühmtesten und gefeiertsten Violinvirtuosen der Romantik. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens auf Tourneen, die ihn durch ganz Europa und durch Nord- und Südamerika führten. Zahlreiche Werke wurden ihm gewidmet wie Introduction et Rondo capriccioso von Saint-Saëns oder die Symphnie espagnole von Lalo. Die Zigeunerweisen sind seine eigenen bekanntesten Kompositionen. Er verfertigte aber auch zahlreiche Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten für Violine. Sarasate wurde am 10. März 1884 in Pamplona geboren. Mit fünf Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht von seinem Vater, mit acht Jahren trat er erstmals öffentlich in einem Konzert in La Coruña auf. Sein Auftritt erweckte die Aufmerksamkeit eines wohlhabenden Förderers, der es ihm ermöglichte, bei Manuel Rodríguez Saez in Madrid zu studieren. Dort wiederum zog der die Aufmerksamkeit von Königin Isabella II. auf sich, die ihn weiter förderte. Im Alter von zwölf Jahren schickte man ihn zum Studium an das Pariser Conservatoire. Dort gewann er mit siebzehn Jahren den ersten Preis beim Premier Prix des Konservatoriums und startete nach Abschluss seines Studiums seine beispiellose Virtuosenkarriere, in deren Verlauf er mehr als 600 Konzerte absolvierte. Es existieren auch einige Aufnahmen von ihm, die 1904 entstanden sind. Bei all seiner Reisetätigkeit kehrte Sarasate jedes Jahr nach Pamplona zum San Fermín Festival zurück. Sarasate starb vor 110 Jahren, am 20. September an den Folgen einer chronischen Bronchitis.

Pablo Sarasate – CD-Einspielungen

Pawel Lukaszewski 50. Geburtstag

* 1968

19

September

Paweł Łukaszewski ist der bekannteste polnische Komponist seiner Generation. Der aus Częstochowa stammende Łukaszewski hat sich auf geistliche Musik und Chormusik spezialisiert. Er hat an der Fryderyk Chopin Musikakademie in Warschau Komposition bei Marian Borkowski und Cello bei Andrzej Wrobel studiert. 2000 promovierte er dort, 2007 habilitierte er sich. Im Laufe seiner beruflichen Laufbahn als Komponist hat er sieben renommierte Fryderyk Awards erhalten. Seine Werke werden in ganz Europa und auch außerhalb Europas aufgeführt und sind auf mehr als 50 CD-Einspielungen veröffentlicht. Er hat an verschiedenen Institutionen Komposition unterrichtet, u.a. an der Fryderyk Chopin Universität in Warschau, an der Pontificia Universidad Católica de Chile in Santiago, der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, der Universidad de Chile in Santiago and der Universidad de Playa Ancha in Valparaíso. Łukaszewski ist Künstlerischer Direktor und Dirigent des Sacra-Chores an der Kathedrale in Warschau und war Präsident der Musica Sacra Gesellschaft Warschau sowie Organisationsleiter des Internationalen Zeitgenössischen Musikfestivals Warschau. Heute, am 19. September 2018, darf man Paweł Łukaszewski zu seinem 50. Geburtstag gratulieren: herzlichen Glückwunsch und alles Gute!

Mauricio Kagel 10. Todestag

† 2008

18

September

Vor zehn Jahren ist der Komponist und Dirigent Mauricio Kagel in Köln im Alter von 76 Jahren gestorben. Mauricio Kagel gehörte zu den führenden zeitgenössischen Komponisten, der mit vielfältigen Ausdrucksformen experimentiert hat und war International als Dirigent, Dozent und Komponist geschätzt. 1931 in Buenos Aires geboren wurde Mauricio Kagel 1955 Studienleiter an der Kammeroper und Dirigent am Teatro Colón in seiner Heimatstadt. Als Stipendiat des DAAD kam er 1957 nach Köln – damals eine Hochburg der Musikavantgarde – und arbeitete in den Studios für Elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks. 1975 erhielt er eine Professur für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule. Kagel schuf nicht nur Bühnen-, Orchester- und Kammermusikwerke, sondern auch Filme, Hörspiele und Essays. Sein Œuvre wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, u.a. mit den Erasmus-Preis (1998), den Ernst von Siemens Musikpreis 2000 und dem Großen Rheinischen Kunstpreis (2002). Köln war für den aus Argentinien stammenden Komponisten, Dirigenten, Film- und Hörspielautor, Pädagogen, Essayisten, Karikaturisten und Grafiker für über 50 Jahre bis zu seinem Tod im September 2008 künstlerische Heimat. Wie kaum ein anderer vermochte es Mauricio Kagel, einer der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, sein vielseitiges, interdisziplinäres Wirken als Professor an der Kölner Hochschule für Musik an seine Studenten weiterzugeben.

Mauricio Kagel – CD-Einspielungen

Franz Grothe 110. Geburtstag

* 1908

17

September

Vor 110 Jahren, am 17. September 1908, wurde in Berlin einer der populärsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts geboren, dessen Name mit der „leichten Muse“ in Verbindung gebracht wird: Franz Grothe. Er entstammte einer künstlerischen Familie: Sein Vaterwar Pianist, seine Mutter Konzertsängerin. Bereits mit fünf Jahren lernte er Violine spielen, mit sechs Jahren begann er mit dem Klavierspiel und mit zehn Jahren entstanden seine ersten Kompositionen – beste Voraussetzungen für sein späteres Musikstudium an der Musikhochschule Berlin. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er 1926 beim Orchester Dajos Béla als Pianist und Arrangeur. Mit Liedkompositionen für den Tenor Richard Tauber wurde er schnell auch als Komponist bekannt und erfolgreich und reüssierte als Einundzwanzigjähriger auch als Filmkomponist für den Film Die Nacht gehört uns. 1931 gründete er seinen eigenen Musikverlag Edition Franz Grothe, den er allerdings zwei Jahre später wieder aufgeben musste. Er ging nach Wien, war ab 1936 für einige Zeit in Hollywood, um anschließend wieder nach Wien zurückzukehren. Von 1940 bis 1945 leitete er das Deutsche Rundfunk-Tanz- und Unterhaltungsorchester in Berlin und sorgte mit „Durchhalte-Songs“ wie Wir werden das Kind schon schaukeln und Wenn unser Berlin auch verdunkelt ist für positive Stimmung. Nach dem Krieg schrieb er die Musik zu einer Reihe von Filmen mit Ruth Leuwerik und Curt Goetz. Seinen größten internationalen Erfolg konnte er mit der Instrumentalkomposition Mitternachts-Blues (1956) verbuchen. Ab 1965 wurde das Fernsehen sein Metier. Bei der äußerst beliebten Unterhaltungssendung „Zum Blauen Bock“ hatte er bis zu seinem Tod 1982 die musikalische Leitung als Dirigent und verfasste zusammen mit Heinz Schenk über 400 Lieder. Insgesamt schrieb Franz Grothe zwischen 1929 und 1969 die Musik zu rund 170 Filmen, mehrere Operetten sowie die Musicals Moral (1974) und Das Wirtshaus im Spessart (1977). Bei einem Konzertauftritt in Köln am 10. September 1982 brach brach Franz Grothe zusammen und starb zwei Tage später an Herzversagen.

Franz Grothe – CD-Einspielungen

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